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Die Oberlausitzer auf der Kinoleinwand!

"Schwester Agnes" - © Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv/Klaus Zähler

Zwei Filme aus dem Festivalprogramm wurden in der Oberlausitz gedreht. Wir rufen die daran beteiligten Komparsen und Fans auf, ihre Erinnerungen und Bilder mitzubringen.

"Schwester Agnes" ist ein durchaus sozialkritischer und zudem einst sehr beliebter DEFA-Fernsehfilm aus dem Jahr 1975 über eine engagierte Gemeindeschwester, die in einem kleinen Dorf in der Oberlausitz arbeitet. Die Dreharbeiten für "Schwester Agnes", der im fiktiven Ort Krummbach spielt, fanden in Waltersdorf, Bertsdorf und Jonsdorf im Zittauer Gebirge statt und brachten Anfang der 1970er einen Hauch von Hollywood in die Oberlausitz. Das Neiße Filmfestival zeigt den DDR-Klassiker in der Reihe "Regionalia“ am 8. Mai im Sudhaus Löbau und am 10. Mai in der Kulturfabrik Meda Mittelherwigsdorf. Zur zweiten Vorführung ist Ursula Staack, eine der noch lebenden Schauspielerinnen, für ein Filmgespräch zu Gast. Staack, selbst in Varnsdorf geboren, wirkte während ihrer langen Karriere in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit und spielte u.a. am Deutschen Theater in Berlin. Noch heute steht die 75-jährige als Kabarettistin auf der Bühne.

Der Film "Orangentage" von Ivan Pokorný wurde erst im vergangenen Sommer in Waltersdorf, Zittau, Johanngeorgenstadt und Liberec, im Lausitzer Gebirge sowie im sächsischen Erzgebirge gedreht. Die tschechisch-deutsch-slowakische Koproduktion erzählt von Verletzungen, Tapferkeit, Verantwortung und der ersten Liebe – also vom Ende der Kindheit und beginnenden Erwachsenwerden. "Orangentage" ist eine unterhaltsame wie berührende Geschichte über Dareks Liebe zu einem Mädchen, das nach Orangen duftet, über familiäre Konflikte und brüderliche Fürsorge. Dabei erlebt der Zuschauer Dareks glückliches und mitunter schmerzliches Heranwachsen im Lausitzer Bergland. Zu sehen ist der Film in der Reihe "Kinderkino" am 11. Mai in der Kulturfabrik Meda Mittelherwigsdorf sowie am 12. Mai im Kronenkino in Zittau.